Lage auf dem Milchmarkt bleibt angespannt

22.05.2026

Der Vorstand der BO Milch hat sich am 20. Mai mit der aktuellen Lage auf dem Milchmarkt auseinandergesetzt. Wegen den nach wie vor hohen Milch-einlieferungen und hohen Gehalten bleibt die Lage angespannt. Weitere Butterexporte sind nötig. Zudem hat er entschieden, dass der Klimarechner BOM für eine befristete Testphase von interessierten Unternehmen ab dem 1. Juli 2026 genutzt werden kann.

Die Milchproduktion lag im ersten Quartal 2026 um 6,1 % über dem Vorjahresniveau. Bereits im letzten Quartal 2025 lagen die Milcheinlieferungen mit einem Plus von 7,4 % auf einem Rekordwert. In den vergangenen Wochen ist das Plus gegenüber dem Vorjahr zwar etwas kleiner geworden, die produzierten Milchmengen liegen aber nach wie vor über dem Bedarf. Neben der hohen Milchmenge sorgen auch die sehr guten Milchfett-Gehalte für hohe Buttermengen. Derzeit liegen über 7000 t Butter in den Tiefkühllagern. Dies sind rund 2000 t mehr als um diese Jahreszeit marktüblich ist.

Der Vorstand hat an seiner Sitzung vom 22. Mai 2026 deshalb nochmals eine Tranche gestützte Butterexporte im Umfang von 800 t beschlossen. Da die Mittel im Fonds Regulierung keine volle Stützung mehr zulassen, wird die Stützung ab Juni gekürzt.

Der Klimarechner BOM ist ab dem 1. Juli 2026 einsatzbereit. Der Vorstand hat an der Sitzung grünes Licht dafür gegeben, den Rechner den interessierten Nutzern im Rahmen von Pilotprojekten zur Verfügung zu stellen. Mit dem Klimarechner BOM können Landwirtschaftsbetriebe ihren Klimafussabdruck aus der Milchproduktion berechnen. Der Aufwand dafür ist dank Schnittstellen zu den relevanten Datenbanken klein und das Ergebnis sehr robust. Zudem zeigen die Berechnungen den Betrieben ab dem zweiten Jahr, wie die von ihnen getroffenen Massnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen wirken. Das Ergebnis lässt sich auf dem Markt für Emissions-Reduktionen in Wert setzen.

Die Milchbranche kooperiert parallel dazu im Rahmen des Klimabündnis Lebensmittel an einer für die gesamte Land- und Ernährungswirtschaft geltenden Lösung im Klimaschutz. Sie ist auch bereit, bei einer Gesamtlösung ihren Klimarechner dort einzubringen.

Der A-Richtpreis wurde in der Sitzung vom Dezember 2025 bereits für das ganze Jahr 2026 auf 78 Rappen festgelegt. Deshalb gab es an der Sitzung vom Mai keine Diskussion dazu.

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Für Rückfragen:
Peter Hegglin, Präsident BO Milch, 079 743 48 19
Stefan Kohler, Geschäftsführer BO Milch, 031 381 71 11 / 078 828 18 58

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