Klimarechner für Schweizer Milch lanciert

06.07.2026

Die Branchenorganisation Milch stellt seit dem 1. Juli 2026 auf barto einen Klimarechner für Schweizer Milchproduktionsbetriebe bereit. Das Modul berechnet den Treibhausgas-Fussabdruck der Milch und zeigt die Wirkung möglicher betrieblicher Anpassungen auf.

Die Branchenorganisation Milch (BOM) stellt den Schweizer Milchproduktionsbetrieben seit dem 1. Juli 2026 einen Klimarechner zur Verfügung. Dieser Rechner wird digital als barto-Baustein angeboten. Damit können die Landwirtinnen und Landwirte den Treibhausgas-Fussabdruck ihrer Milch berechnen. Das Ergebnis ist der sogenannte Product Carbon Footprint (PCF) der Milch.

Die Basis der Berechnung bilden verlässliche Kennzahlen aus der Milchproduktion, der Fütterung sowie zum Herden- und Hofdüngermanagement. Die Landwirtinnen und Landwirte können ausserdem mit dem neuen Instrument testen, wie sich einzelne betriebliche Anpassungen auf die Treibhausgas-Emissionen auswirken. Darüber hinaus wird mit der Nahrungsmittelkonkurrenz der Anteil an neu gewonnenem, für den Menschen verwertbarem Protein angezeigt, zum Beispiel durch die Verwertung von Weidegras. So lassen sich Erfolge in einem breiteren Zusammenhang betrachten als nur anhand des reinen Treibhausgas-Fussabdrucks.

Die Daten zur Milchproduktion und zu den Herdenkennzahlen fliessen über digitale Schnittstellen direkt von ihren Ursprungsdatenbanken in den Rechner ein und müssen nicht erneut erfasst werden. Das reduziert den Erfassungsaufwand für die Landwirtinnen und Landwirte deutlich. 

Das innovative Modul entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Farm-Management-Informationssystem barto, dem IT-Dienstleister BISON und der Beratungszentrale Agridea. Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL entwickelte die fachlichen und wissenschaftlichen Berechnungsgrundlagen.

Grosses Interesse am Fussabdruck

Der PCF von Schweizer Milch stösst bei Lebensmittelverarbeitern und Detailhändlern seit Längerem auf grosses Interesse. Ihre Anliegen wurden bei der Entwicklung des Klimarechners berücksichtig. Für Unternehmen wird der PCF zunehmend wichtig, weil sie ihre Klimaziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachvollziehbar ausweisen, Reduktionspotenziale erkennen und transparent kommunizieren müssen.

Mit dem neuen Klimarechner schafft die BOM die Grundlage dafür, den PCF der Milch in Pilotprojekten zu ermitteln. Unternehmen und Organisationen, die sich an einem Projekt beteiligen möchten, vereinbaren dazu mit den Milchproduktionsbetrieben die Bedingungen für die Bereitstellung der entsprechenden Daten. Die BOM koordiniert die Pilotprojekte zusammen mit ihren Partnerorganisationen. Interessierte Unternehmen und Organisationen können sich ab sofort bei der BOM melden.

Engagement für einheitliches Klimabilanzierungs- und Abgeltungssystem

Parallel dazu bringt sich die BOM im Klimabündnis Lebensmittel ein. Das Bündnis verfolgt das Ziel, entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Land- und Ernährungswirtschaft ein einheitliches Klimabilanzierungs- und Abgeltungssystem aufzubauen.

 

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Für Rückfragen

Stefan Kohler, Geschäftsführer BOM
031 381 71 11,
NUZBUFNUWxteWl1ZUEd1XEUYWVRcQRtWXQ@nospam

Michael Grossenbacher, Projektleiter Klimarechner BOM
031 381 71 13,
oczIwsnAxM2PxtPO0tLEz8PAwsnE0+HI0YzNwMjVj8LJ@nospam

Ulrich Ryser, Geschäftsführer barto
058 433 67 01,
1aC5p7y2vfunrKawp5W3tKehuvu2vQ@nospam

Tamara Niggli, Leiterin Marketing BISON
058 226 02 11,
1qK3u7ekt-i4v7Gxur+WtL+lubj7saS5o6b4tbm7@nospam

Markus Rombach, Gruppenleiter Tierhaltung Agridea
052 354 97 52,
gezg8+r08q-z7uzj4OLpweDm8+jl5OCv4uk@nospam

Dimitri Stucki, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Agronomie BFH-HAFL
031 848 50 93,
ttLf29-CxN+YxcLD1d3f9tTQ3pjV3g@nospam

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