BO Milch bestätigt Bedarf für Butterimporte im Umfang von 1000 t

23.04.2020

Der Butterabsatz in der Schweiz ist in den letzten Wochen gestiegen. Noch gibt es genügend Butter. Damit die Versorgung mit Butter über das ganze Jahr gesichert bleibt, sollten in der Schweiz Ende April 4000 bis 5000 t Butter in den Tiefkühllagern liegen. Weil seit Monaten die Butterproduktion unter den Vorjahren liegt und eine gestiegene Nachfrage besteht, kann der­zeit kein genügend grosser Lageraufbau stattfinden. Am Lager sind derzeit rund 1500 t. Für eine langfristig sichere Versorgung in der Schweiz sollten aufgrund der langen Prozesse jetzt Butter­importe bewilligt werden. Aus diesem Grund hat die BO Milch in dieser Woche dem Bundesamt für Landwirtschaft ein Gesuch für einen Import im Umfang von 1000 t gestellt. Zum Vergleich: In der Schweiz werden pro Jahr rund 43‘000 t Butter verkauft. Der Entscheid für ein Importge­such ist der BO Milch nicht leicht gefallen, sie hätte die Butter lieber aus der inländischen Pro­duktion, hat doch die Versorgung mit einheimischer Butter in unserer Branche einen hohen Stellenwert.

Aufgrund des knappen Angebots an Milchfett im Milchmarkt sind moderate Preiserhöhungen im Schweizer Buttermarkt zu erwarten. Der Entscheid für Butterimporte war in der BO Milch nur möglich, weil man sich gleichzeitig auf ein System für die Weitergabe des Mehrwerts, der aus dem höheren Marktpreis für Butter entstehen wird, einigen konnte. Somit werden die Milch- und Rahmlieferanten an der Preiserhöhung für Butter angemessen und marktkonform partizipieren können. Für die betroffenen Milchlieferanten macht dies einen Preisaufschlag pro Kilogramm Milch zwischen 0,6 bis 1,0 Rp. aus, welcher durch die Marktakteure auszuhandeln ist.

Für Rückfragen:

Peter Hegglin, Präsident BO Milch, 079 743 48 19

Stefan Kohler, Geschäftsführer BO Milch, 031 381 71 11 / 078 828 18 58

Medienmitteilung vom 23. April 2020

 

 

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